In unserer Reihe #SPACES stellen wir  Coworking-Spaces und hybride Flächenangebote aus ganz Deutschland vor. Im heutigen Beitrag geht es um das codeks in Wuppertal. Dazu haben wir ein Interview mit Sophie Blasberg, Geschäftsführerin des codeks, geführt.

Locationcodeks
Moritzstr. 14, 42117 Wuppertal
Webwww.codeks.de
Betreibercodeks GmbH
Coworking-Flächeca. 2000 qm
Veranstaltungsflächeca. 800 qm
Anzahl Schreibtische (fix und flex gesamt)ca. 200 Arbeitsplätze
Gründungsjahr2018

Portrait

Das codeks wurde durch die Agentur Media Nova GmbH bzw. deren Geschäftsführer Wolf-Nicolas Henkels und Britta Preuße gegründet, die selbst bereits kollaboratives Arbeiten praktizierte und daher Coworking spannend fand. Die beiden fanden in dem renommierten Immobilienentwickler Dr. Bodo Küpper einen motivierten Partner, der international bereits viele Coworking-Spaces besichtigt hatte und hier Wertschöpfungspotenzial sah. Beide stellten sich die Frage, inwiefern das Konzept auch in einem Markt funktionieren kann, der nicht durch extrem hohe Mieten und Flächenmangel geprägt ist wie in London oder Hongkong. Aus der Symbiose der Fähigkeiten beider Gründungspartner entstand der Mut, dieses Experiment schließlich zu wagen und Wuppertals größten Coworking-Space zu eröffnen.
Das codeks zeichnet sich durch eine einzigartige Loft-Atmosphäre in einer alten Fabrik und einem Sonnendeck direkt an der Schwebebahn aus.

Verantwortlich für das codeks ist Sophie Blasberg. Sie ist seit August 2018 Geschäftsführerin der codeks GmbH. Vorher hat sie als Journalistin, freie Texterin und dann im Bauprojektmanagement gearbeitet.
Was diese Tätigkeitsbereiche verbindet und auch im Coworking eine riesige Rolle spielt, ist Kommunikation. Sie ist für Sophie die Basis – innerhalb des Teams, in der Community und auch in der Zusammenarbeit mit anderen spannenden Akteuren in und um Wuppertal.
Der Job und das Projekt sind für Sophie eine absolute Herzensangelegenheit. Schließlich begleitet sie das Projekt codeks schon seit der ersten Ideenentwicklung.

Neben Sophie arbeiten noch diese Personen im codeks:
Anne Reese hat als Community Managerin immer ein offenes Ohr für alle Sorgen und Wünsche der Member und ist stets für einen Plausch zu haben.
Florian Kroll ist Hauptansprechpartner für alle Unternehmenskunden, die temporär im codeks arbeiten.
Und Bettina Hahn kümmert sich im Bereich Networking und Vertrieb darum, dass die Community noch weiter wächst.
Sophie selbst beschäftigt sich neben der Geschäftsleitung stark mit den Thema Change-Management und damit, wie man Unternehmen auf dem Weg in die „neue Arbeitswelt“ als Coworking-Space begleiten kann.

Interview mit Sophie Blasberg

Wie würdest Du Euren Coworking-Space beschreiben?

Die Besonderheit des codeks ist seine Vielfalt. Flexibilität ist ein Schlagwort, das im Zusammenhang mit New Work häufig bemüht wird, doch wir leben es tatsächlich. Bei uns kannst du morgens in der Sonne auf der Dachterrasse den Laptop aufklappen, danach an unserer langen Tafel mit den anderen Coworkern frühstücken gehen und dich an deinen Schreibtisch im Arbeitszimmer zurückziehen. Mittags gehst du eine Runde joggen, weil du danach bei uns duschen kannst, machst ein Nickerchen auf unserem „Bolzplatz“ und setzt dich danach in einen Besprechungsraum für ein Meeting. Durch unsere 2000 Quadratmeter Gesamtfläche haben unsere Coworker die Möglichkeit, sich wirklich je nach Stimmungslage und aktueller Aufgabe den Arbeitsplatz auszusuchen, weil es nicht nur den einen Schreibtisch für dich gibt. Ob Konzentration, Kollaboration oder Kreativität – bei uns findet man für alles das richtige Plätzchen. Und auch ein offenes Ohr für neue Ideen: Wir haben bereits mit vielen Mitgliedern gemeinsame Veranstaltungen organisiert und machen (fast) alles möglich, wenn die Idee gut ist.

Wo liegt Euer Coworking-Space?

7800 Quadratmeter Fabrikfläche direkt an der Wupper – das ist die ELBA Fabrik und Heimat des codeks. Ehemals Fertigungsstätte der berühmten ELBA-Ordner, fiel die gleichnamige Fabrik 1998 der Insolvenz der Firma zum Opfer und stand knapp zehn Jahre leer. Heute symbolisiert sie wie kaum ein zweiter Ort den Aufschwung einer Stadt, die sich mit kreativen Lösungen aus ihrer Strukturschwäche erhebt und Wuppertal zu einem Ort der Transformation macht. Dieser Geist schwebt in der ELBA Fabrik und macht sie zum einzigartigen Arbeitsplatz.

Auf fünf Etagen arbeiten hier über 15 Unternehmen. Ein repräsentativer Empfang, attraktive Außenflächen direkt an der Wupper und eine hausinterne Gastronomie fördern den Austausch zwischen Mietern, Freelancern und temporär vor Ort tätigen Organisationen. Unmittelbar an der Moritzbrücke gelegen, ist das ELBA Zukunftswerk außerdem das Tor zum Klimaquartier Arrenberg. Das Wuppertaler Trendviertel ist Heimat zahlreicher Künstler, kreativer Firmen sowie sozialer Initiativen, die seit etwa 10 Jahren aktiv den “Aufbruch am Arrenberg” gestalten.

Das codeks liegt in der ersten Etage der Fabrik und verfügt über weitere Eventflächen im Erdgeschoss. Auf 2000 Quadratmetern arbeiten wir in einem hochwertigen Mix aus Altbaucharme und modernem Design. Offene Backsteinwände und Stahlträger prägen den Raum, der durch eine moderne Innenarchitektur und Möblierung vielfältige Arbeitsmöglichkeiten bietet.

Wie setzt sich die Nutzerstruktur in Eurem Space zusammen? Wer kommt zum Coworking?

Wir haben von Freelancern über einzelne Mitarbeiter oder auch Projektteams externer Unternehmen bis hin zu kleineren Unternehmen (max. 15 Personen), die komplett bei uns sitzen, alles dabei. Schwerpunkte lassen sich hier kaum feststellen, gerade die Mischung macht die Zusammenarbeit im codeks spannend. Ergänzt werden die permanenten Nutzer um die Gäste in unseren zahlreichen Besprechungsräumen. Dort gehen inzwischen viele Unternehmen aus ganz Wuppertal und Umgebung ein und aus, gerade wenn sie an Innovationsthemen arbeiten und kreativ werden möchten.

Gibt es (schwerpunktmäßig) bestimmte Branchen, aus denen Eure Coworker stammen? 

Auch hier ist alles dabei, ein kleines Übergewicht hin zur IT und zur Kreativbranche besteht allerdings schon.

Was kostet bei Euch ein Flexdesk / Hotdesk etc. pro Monat?

Ein Flexdesk kostet 139 € netto im Monat.

Und was kostet ein fester Schreibtisch (Fixdesk) pro Monat?

Ein Fixdesk kostet 229 € netto im Monat.

Welche Leistungen sind für Coworker in Eurem Space inklusive?

  • – 24/7 Zugang
  • – High-Speed-Internet (WLAN, LAN ab Fix Desk)
  • – Drucker
  • – Kaffee-Flat
  • – Nutzung aller Gemeinschaftsflächen (ca. 300 qm „Wohnzimmer“, Kickerraum, Balkon, Dachterrasse, Dusche, Toiletten, Küche)
  • – besetzter Empfang Mo-Fr zwischen 8 und 18 Uhr, inkl. Kundenempfang und Briefpostannahme
  • – Zugang zu allen codeks-Events
  • – zusätzlich ab Fix Desk: eigenes Schließfach
  • – zusätzlich bei den Private Offices:
    • – eigene Firmenanschrift im codeks
    • – Festnetz-Telefonnummer
    • – Business-Paketservice
    • – Branding
    • – Kontingent für Meeting-Räume

Welche (besonderen) Angebote (Sprechstunden, Yoga, Massagen, Gründer-Frühstück, etc.) können Coworker in Eurem Space erwarten?

  • – Community-Breakfast jeden Montag
  • – Feierabend-Bier jeden Donnerstag
  • – „Coffee & Coaching“
  • – regelmäßige Meetups mit spannenden Themen

ab 2019

  • – Betreuungsangebote für Kinder
  • – Yoga

… und wie lange bleibt Euch der durchschnittliche Coworker treu?

Bis auf wenige Ausnahmen sind uns bisher alle Coworker treu geblieben und wir möchten auch langfristig eher eine stabile Community aufbauen. Der Austausch und die Abwechslung entstehen durch die temporären Buchungen externer Firmen sowie durch unsere Veranstaltungen und nicht so sehr durch eine hohe Fluktuation der „Hauptmieter“. Wir freuen uns aber immer über Coworker „auf der Durchreise“, die für ein paar Tage hier Halt machen und uns kennenlernen möchten.

Wie geht es weiter mit bzw. in Eurem Coworking-Space? Was passiert als Nächstes? Was steht an? Was plant Ihr in der Zukunft?

Anfang 2019 werden wir die letzten unserer insgesamt 2000 Quadratmeter Fläche so weit ausbauen, dass auch dort endlich Coworker einziehen können. Neben diesem Großprojekt haben wir verschiedene kleinere Ergänzungen in der Pipeline, mit denen wir zukünftig noch mehr Menschen für das codeks begeistern möchten. Dazu gehört neben Yoga als Ausgleich zur Arbeit vor allem das Thema Kinderbetreuung. Das liegt mir persönlich sehr am Herzen und wir haben mit „Malzeit“ einen tollen Kooperationspartner gefunden, der mit uns ein passendes Konzept für den „Kid´s desk“ erarbeitet. Wir möchten in Wuppertal Vorreiter für „New Work“ sein und dazu gehört nicht nur ein modernes Workplace-Design, sondern vor allem die entsprechende Kultur, die es den Menschen ermöglicht, so zu arbeiten, wie es zu ihnen und ihrem Leben passt. Dafür wollen wir mit dem neuen Angebot auch Eltern mehr Raum geben. 

Außerdem ist die Zielgruppe „Student“ und/oder „Gründer“ für uns ein großes Thema. Hier sind wir mit der Universität im Austausch und möchten die Studierenden in die Entwicklung eines eigenen Tarifs, speziell für die Zeit der Abschlussarbeiten, einbinden.

Last but not least möchten wir als codeks uns auch weiterentwickeln und in Zukunft nicht mehr „nur“ Raum für Ideen bieten, sondern auch entsprechende inhaltliche Angebote, wie man diesen Raum und die hier vorhandene Community bestmöglich nutzen und kreativ werden kann. Konkret wollen wir 2019 den ersten „Curated Coworking Day“ bei uns veranstalten, bei dem die Menschen nicht nur neben-, sondern tatsächlich miteinander arbeiten sollen. 

Und die wichtigste Frage zum Schluss: Wie sieht es bei Euch mit Kaffee aus? 

Wir finden: Ohne Kaffee geht nichts und haben daher eine Kaffee-Flat. Die Maschinen sind von der Firma Kaffee-Partner und werden mit hochwertigem Kaffee der lokalen Rösterei Kivamo gefüttert. Solche lokalen Partnerschaften sind uns wichtig und wir pflegen sie, wo wir nur können. 

Fotos: Christian Ewald, Osman Denizli, Nicole Hoppe, codeks GmbH

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