In unserer Reihe #SPACES stellen wir  Coworking-Spaces und hybride Flächenangebote aus ganz Deutschland vor. Im heutigen Beitrag geht es um das Work Inn, von dem sich zahlreiche Coworking-Spaces in Dortmund und Umgebung finden. Dazu haben wir ein Interview mit Dörte und Tim Schabsky, den Gründern des Work Inn, geführt.

LocationWork Inn Do-Hafen
Work Inn Do-City
Work Inn Do-Campus
Work Inn Oberhausen
Work Inn Hamm
Work Inn Mühlheim
Webwww.workinn.de
Betreiber Work Inn GmbH & Co.KG
Coworkingfläche3.076 qm
Veranstaltungsfläche400 qm
Anzahl Schreibtische (fix und flex gesamt)Viele 😉
Gründungsjahr2013

Portrait

Wenn man einen Coworking-Space im Ruhrgebiet und in und um Dortmund herum sucht, kommt man an dem Work Inn nicht vorbei. Aktuell sechs und demnächst noch einige mehr Coworking-Spaces haben Dörte und Tim Schabsky mittlerweile gegründet.
Die Idee dazu kam den beiden in London, dort haben sie Coworking das erste Mal kennengelernt. Von der Idee begeistert, waren sie überzeugt, dass Coworking ein MUSS für ihre Heimatregion, das Ruhrgebiet, ist. Sie gründeten im Oktober 2013 das Work Inn und eröffneten nach viel Renovierungsarbeit ihren ersten Coworking-Space in Dortmund Wickede. Sie wollten einen Arbeitsort nach ihren Vorstellungen schaffen, so wie sie ihn haben wollten und eine Arbeit, die sie Tag für Tag herausfordert und Spaß macht. 

Work Inn Coworking-Spaces spiegeln unterschiedlichste Themenwelten, z. B. Welten wie „Working Outdoors“, „Marina“, „New York Loft“, und „Pop Art“, wider.

Seit 2014 wächst die Gemeinschaft von ambitionierten, like-minded Coworkern an. In der Community tummeln sich Selbstständige, Gründer, Start-Ups und Angestellte aus der Kreativwirtschaft, dem IT-Bereich und dem Dienstleistungssektor.
Die Coworker genießen das gemeinschaftliche, produktive Arbeiten, tauschen ihr Wissen und stellen gemeinsame Projekte auf die Beine.
Davon soll es jetzt noch viel mehr geben. Das Work Inn expandiert in den nächsten zwei Jahren in alle großen Städte des Ruhrgebietes und vernetzt alle Lifestyle-liebenden Visionäre des Potts zu einer großen, digital und lokal vernetzten Community.

Gestartet ist das Work Inn als eine GbR, im Zuge der Expansion wurde eine GmbH & Co.KG gegründet. 

Die Dreh- und Angelpunkte im Work Inn Team sind Dörte und Tim. Dörte hatte sich lange um die wachsende Community in Dortmund gekümmert. Sie hat mit Kooperationspartnern tolle Eventformate geschaffen und ins Ruhrgebiet geholt. Durch die neue Teamverstärkung widmet sie sich jetzt den neuen Standorten.

Tim kümmert sich als Co-Founder von Work Inn um die betriebs- und immobilienwirtschaftlichen Themen. Von Hause aus ist er nämlich Banker. Tim ist auch der richtige Ansprechpartner für Kooperationen und Standorterschließung.

Die beiden haben mit ihrer Arbeit dafür gesorgt, dass der Begriff „Coworking“ und das Work Inn in Dortmund und Umgebung bekannt geworden sind.

Als Community Manager ist Ewa dafür verantwortlich, dass alles im Space läuft und Coworker sich optimal vernetzen und arbeiten können. Als Helfer und Koordinator in allen Spaces steht sie Coworkern bei Fragen rund um das Community Leben, das Host Programm und die Infrastruktur zur Verfügung. Dabei gibt es keine Öffnungszeiten oder Terminvorläufe.

Madeleine kümmert sich darum, dass jeden Monat in allen Work Inn Standorten interessante Veranstaltungen stattfinden und der Eventkalender immer gut gefüllt ist. Dafür ist sie, wie das Wappentier Anton die Ameise, immer fleißig auf der Suche nach Kooperationspartner und Experten, die mit den Coworkern über interessante Themen rund um die Selbstständigkeit sprechen. Gemeinsam sollen außergewöhnliche Ziele erreicht und unbekanntes Terrain beschritten und erobert werden! Mit Vollgas voraus! Darüber hinaus kümmert sich Madeleine um den Event-Blog und bespielt die Social-Media-Kanäle mit interessanten Facts und News aus dem Community-Leben. 

Interview mit Dörte & Tim Schabsky

Wie würdest Du Euren Coworking-Space beschreiben?

Die wachsende Zahl an Work Inn Coworking-Spaces sind unterschiedlichste Themenwelten, in denen die eigene Arbeit zur Lifestyle-Zeit wird. Klingt gut? Macht auf jeden Fall viel Spaß, gerade wenn man einen Kunden mitbringen und überraschen möchte. Während unserer Expansion werden noch viele coole Welten hinzukommen.

Im eigentlichen Fokus steht aber nicht der Ort, sondern natürlich die Community! Der Austausch mit anderen selbstbestimmt arbeitenden Unternehmern und Angestellten, die Visionen verwirklichen, ist unschätzbar wertvoll. Stellt euch vor, ihr würdet eure besten Freunde jeden Tag beim Arbeiten im Büro sehen. So ähnlich fühlt es sich an, ins Work Inn zu kommen.

Diese Vernetzung fördern wir nicht nur in den lokalen Standort-Communities, sondern via Slack und mit Hilfe von Events auch unter den Standorten. Auf diese Weise sind schon viele Kooperationen und Projekte zwischen Coworkern zu Stande gekommen, die in unterschiedlichen Work Inn Standorten ansässig sind.

Bei unserer Ausstattung der Standorte beziehen wir die Community eng mit ein. Sie sagen uns, was sie noch brauchen, um sich im Work Inn wohl zu fühlen und besonders produktiv zu sein. Wir setzen das dann um.

Wo liegt Euer Coworking-Space?

Im Ruhrgebiet geht eine Stadt nahtlos in die nächste über. Man muss aber durch das hohe Verkehrsaufkommen zu Stoßzeiten mehr als doppelt so lange Fahrzeiten einplanen. Daher sind unser Coworking-Spaces gut gestreut, damit man immer schnell ein Work Inn erreichen kann. In Dortmund haben wir z.B. in der Innenstadt, an der Uni und am Hafen einen Standort.

Wie setzt sich die Nutzerstruktur in Eurem Space zusammen? Wer kommt zum Coworking?

Unsere Standort-Communities sind gut gemischt. Wir haben Freelancer, Masterstudierende und Doktoranden, Angestellte mittlerer und großer Firmen, „ausgelagerte“ Teams von Firmen aus anderen Städten und natürlich auch Start-Ups und Gründer. Touristen haben wir auch gelegentlich, aber eher selten.

Gibt es (schwerpunktmäßig) bestimmte Branchen, aus denen Eure Coworker stammen?

Unsere Memberboards zeigen, dass sich die meisten Coworker in den Bereichen IT, Kreativwirtschaft und Beratung/Coaching tummeln. Innerhalb dieser Kategorien gibt es natürlich wieder die ganze Bandbreite (Bsp. IT: vom App-Entwickler über Customer Experience bis hin zu C++ Programmierern und Virtual Reality Firmen). Dann haben wir noch die Kategorie „Out of the box“, in der sich unsere Exoten wiederfinden. Da gibt es z.B. Ingenieurbüros, Eventmanager und gemeinnützige Vereine.

Was kostet bei Euch ein Flexdesk / Hotdesk etc. pro Monat?

Je nach Standort kostet ein Flexdesk (= On Demand) zwischen 19 und 29 € pro Monat (d.h. man hat einen Tag inklusive und zahlt jeden weiteren Tag zwischen 10 und 16,50 €) Die Flatrates kosten zwischen 99 € und 179 € pro Monat. Alle Preise sind netto.

Und was kostet ein fester Schreibtisch (Fixdesk) pro Monat?

Ein fester Schreibtisch kostet zwischen 80 und 110 € zuzüglich der Flatrate des Standortes.

Welche Leistungen sind für Coworker in Eurem Space inklusive?

Nebenkosten, Reinigung, Glasfaser-Internet und je nach Standort Obst-/Bierkisten oder andere Goodies, die sich die Communities selbst aussuchen und natürlich das wunderbare Community Management.

Welche (besonderen) Angebote (Sprechstunden, Yoga, Massagen, Gründer- Frühstück, etc.) können Coworker in Eurem Space erwarten?

Unser Work Inn Frühstück tingelt durch die verschiedenen Standorte und dient als Vernetzungsgelegenheit zwischen den Spaces. An diesem Tag können alle Coworker, egal von welchem Standort, im “Frühstücksstandort” arbeiten und natürlich netzwerken.

Darüber hinaus organisieren wir gemeinsam mit Partnern Events wie die Fuckup-Nights Ruhr und das Start-Up Weekend. Ansonsten entscheiden bei uns die Communities, was bei ihnen los ist und welche Angebote für sie interessant sind. Dafür hat jeder Standort ein Budget. Sowohl Yoga als auch Massagen waren schon dabei – je nach Geschmack der Community.

Thema Nachhaltigkeit: Spielen ökologische Gedanken in Deiner / Eurer täglichen Arbeit oder in der Ausrichtung Eures Space eine besondere Rolle? Wenn ja, welche?

Wir betreiben mittlerweile mehrere Spaces komplett mit grünem Strom. Das möchten wir in Zukunft auf alle Standorte ausweiten.
Wir ziehen auch bei der Einrichtung neuer Standorte ökologische Faktoren in unsere Überlegungen mit ein.

… und wie lange bleibt Euch der durchschnittliche Coworker treu? 

Wir sind quasi verheiratet. Unsere Community ist sehr loyal, was uns unglaublich freut. Wenn es dann doch mal so weit ist, dass z.B. ein Startup aus unseren Räumen herauswächst, helfen wir auch gerne dabei, eine Nachfolge-Immobilie zu finden. Den Kontakt halten wir natürlich gerne weiter, denn gerade das Netzwerk ist ja das Spannende am Coworking!

Wie geht es weiter mit bzw. in Eurem Coworking-Space? Was passiert als Nächstes? Was steht an? Was plant Ihr in der Zukunft?

Wir sind gerade dabei, in jede größere Stadt des Ruhrgebiets zu expandieren und das mit jeweils mehreren Standorten pro Stadt. Das ist ein super spannendes Projekt für unser kleines, junges Team. Jeder Standort wird zu einer neuen Themenwelt designt. Das ist viel Arbeit, macht aber natürlich auch eine Menge Spaß!

Dann folgt die nächste Herausforderung: Die neuen Standorte mit Leben zu füllen. Zum Glück haben wir da jetzt schon viel Erfahrung drin.
Die neuen Community-Mitglieder vernetzen wir natürlich direkt mit dem großen Work Inn Netzwerk, damit aus Coworking “Happy Coworking” wird .

Und die wichtigste Frage zum Schluss: Wie sieht es bei Euch mit Kaffee aus?

Unser Kaffeevollautomat verwöhnt alle mit verschiedenen Kaffeespezialitäten. Die Coworker bezahlen ihren Kaffee per Vertrauenskasse. Für Vieltrinker gibt es eine Flatrate.
Besonders zu empfehlen ist meiner (Dörte) Meinung nach der Maccanico.

Gibt es sonst noch etwas, das Du uns über Euren Coworking Space erzählen möchtest? 

Da gibt es sooooooo vieles! Zum Beispiel könnte ich noch berichten, wie es war, als Ehepaar eine Firma zu gründen, vom ersten Pinselstrich und den vielen Möbeln, die wir zu Beginn selbst zusammengeschraubt haben. Ich könnte euch erzählen, wie cool es sich anfühlte, als Kooperationspartner wie die UNI, die Wirtschaftsförderung und die IHK auf uns zu kamen, weil man merkte, dass Work Inn etwas bewegen kann.

Ich könnte berichten, wie unsere Firma zum Familienunternehmen wurde und unsere Kinder mit ihren Laufwagen über Messen liefen oder beim be2run mitfeierten.

Ich könnte euch erzählen, wie wir mit unserer Community gemeinsam zwei Blockhütten gebaut haben und unsere Firma mit ihnen zusammen weiterentwickelten – ich meine, bei welcher Firma helfen die Kunden mit, das Produkt zu entwickeln?!!

Ich hätte viel Spaß dabei, euch von den spannenden (Kooperations-)Projekten unsere Coworker zu berichten – das reicht von gemeinsamen Messeständen über die Trikots für die deutschen Nationalspieler der Tischfußballmannschaft bis hin zu gemeinsamen Firmengründungen! 

Aber das würde hier viel zu weit führen. Daher mein Vorschlag: Wenn dich das Work Inn interessiert, bist du herzlich auf einen Maccanico oder auch einen anderen Kaffee zu uns eingeladen – meldet euch nur bitte vorher an.

Fotos: Anke Sundermeier, Claudia Brüggenkamp, Roman von Götz
Möchten Sie, dass wir Ihren Coworking-Space ebenfalls auf unserem Blog vorstellen? Schreiben Sie uns an hello@coworking.jetzt.