In unserer Reihe #SPACES stellen wir Coworking Spaces und hybride Flächenangebote aus ganz Deutschland vor. Im heutigen Beitrag geht es um das Hamburger Ding. Dazu haben wir ein Interview mit Leiterin Katarina Talanga geführt.

LocationHamburger Ding
Nobistor 16, 22767 Hamburg
URLhttps://www.hamburgerding.de
Facebook-URLhttps://www.facebook.com/HamburgerDing/
BetreiberHome United GmbH
Gesamtgröße3.800 m²
Größe der Veranstaltungsflächen790 m²
Anzahl Schreibtische (fix und flex gesamt)ca. 300
Gründungsjahr2019

Portrait

In bester Lage, mitten auf St. Pauli, eröffnete im Herbst 2019 der weltweit erste Cross Community Space: Das Hamburger Ding. Der bunte Mix aus Coworking- und Einzelbüros, Meeting- und Eventlocations, Sport und E-Gaming, Streaming- und Podcaststudio und Innovation macht das Hamburger Ding einzigartig. Insgesamt stehen über 300 fixe und flexible Arbeitsplätze zur Verfügung. Unter dem Motto #machdeinding kann jeder, egal ob kreativer Nachtschwärmer, Freelancer oder Entrepreneur, eines der vielfältigen Angebote nutzen oder sich ganz auf’s eigene Business konzentrieren – und das rund um die Uhr. Jede der 5 Etagen hat dabei ein eigenes Thema und Gestaltungskonzept. In Kooperation mit namhaften Designern, darunter Vitra, THONET oder Herman Miller, wurde so ein einzigartiges Ambiente geschaffen, das luxuriöse Ausstattung mit Komfort und Funktionalität verbindet.

Dabei zieht sich das Motto Sport und Gesundheit wie ein roter Faden durch die Räumlichkeiten: Die WORKout Zone ermöglicht das Arbeiten auf dem Laufband oder Spinningbike. Schweißtreibend wird es in der Towers Zone, die mit modernsten Technogym-Fitnessgeräten ausgestattet ist und wo man zusammen mit den Basketball-Profis der Hamburg Towers trainieren kann. Die hauseigene Smoothie-Bar sorgt dabei für Erfrischung und Vitamine. Auch dem virtuellen Sport wird eine Plattform geboten. Mit den United Cyberspaces eröffnete im Oktober das weltweit erste Trainingszentrum für E-Sport im Hamburger Ding. Hier können Profi-Gamer Turniere austragen und Hobby-Zocker den Feierabend an der Konsole ausklingen lassen.

Mit dem Hamburger Ding transformierte der Projektentwickler Home United erstmals eine leerstehende Immobilie in eine lebhafte Begegnungsstätte. Die Idee hinter dem „Co-Konzept”: Die erworbenen Immobilien auch nach Fertigstellung zu betreiben und mit Inhalten von lokalen und überregionalen Partnern zu bespielen. Dafür hat Home United-Gründer Tomislav Karajica ein interdisziplinäres Expertenteam aus den Bereichen Immobilien, IT, Sport, Gesundheit, Event, E-Commerce, Bildung, digitales Marketing und Sales zusammengestellt. Im Ergebnis entstehen so Synergien für Partner und Nutzer. Mit seinem Team will Karajica das Ding auch in in andere Städte bringen und plant bereits ähnliche Coworking Spaces in Bremen, Hannover und Osnabrück. Die Fertigstellung des Kieler Dings ist bereits für 2022 angesetzt. Für das Pilotprojekt Hamburger Ding wurde Home United im März dieses Jahres mit dem BrandEX-Award 2021 in der Kategorie „Best Brand Architecture” ausgezeichnet.

Um auch in der Pandemie-Zeit für seine Gäste und Member da sein zu können, hat Home United gemeinsam mit dem renommierten Labor Dr. Fenner ein umfassendes Hygienekonzept für das gesamte Haus entwickelt und das Hamburger Ding als Corona Safehouse zertifizieren lassen. Neben speziell ausgestatteten Meetingräumen und einem innovativen Wege-Leite-System, bietet das Hamburger Ding Membern und Gästen zusätzlich einen optionalen Corona-Schnelltest mit Ergebnis am selben Tag bzw. spätestens am nächsten Morgen.

Interview mit Leiterin Katarina Talanga

Wie würdest Du Euren Coworking Space beschreiben?

Das Hamburger Ding ist kein klassischer Coworking Space, sondern ein Cross Community Space. Dieses Konzept haben wir entwickelt, an diesem Standort umgesetzt und werden es auch zeitnah in die nächsten Städte bringen. Das Kieler Ding und das Osnabrücker Ding stehen in den Startlöchern. Unser Space ist innovativ, lässig, sportlich und designverliebt. Neben den hochwertig ausgestatteten Coworking-Flächen bieten wir von namhaften Interior-Designern gestaltete Meetingräume sowie stylische Lounge- und Community-Bereiche, dazu Sport-, Fitness- und Gaming-Bereiche. Mit starken Inhalten locken wir daher völlig unterschiedliche Zielgruppen an.

Wo liegt Euer Coworking Space?

Wir sind am Nobistor 16 zu finden, direkt am Westende der Reeperbahn. Das Gebäude war einst ein Möbelhaus, das von uns komplett entkernt und im Herbst 2019 in Betrieb genommen wurde. Ein Ankermieter ist die Astra Mikrobrauerei im Erdgeschoss.

Wie setzt sich die Nutzerstruktur in Eurem Space zusammen? Wer kommt zum Coworking?

Was unsere „Homies“ betrifft, freuen wir uns über eine bunte Mischung. Bei uns kommen Ich-AGs, StartUps sowie kleine bis mittelgroße Unternehmen aus völlig verschiedenen Branchen zusammen, von IT über Medien bis Immobilien-Firmen. Aber auch viele Studenten nutzen mit Tages- oder Wochenpässen das Hamburger Ding, wenn ihnen zu Hause die Decke auf den Kopf fällt. Wir sind vom Labor Dr. Fenner als „Corona Safe House“ zertifiziert und werden ständig auf das Hygiene- und Sicherheitskonzept überprüft, das hervorragend greift.

Gibt es (schwerpunktmäßig) bestimmte Branchen, aus denen Eure Coworker stammen?

Nein, wir sind völlig offen, Kolleginnen und Kollegen aus allen Bereichen fühlen sich bei uns im Haus pudelwohl.

Was kostet bei Euch ein Flex Desk etc. pro Monat?

Ein Flex-Platz kostet im Monat 300 Euro, im Preis ist alles enthalten, was uns als Arbeitsplatz so besonders macht. Zum Beispiel die Nutzung der Sportfläche, unserer Towers Zone, in der dritten Etage.

Und was kostet ein fester Schreibtisch (Fix Desk) pro Monat?

Das hängt von der Größe des jeweiligen Büros ab, die wir zur Einzel-, Doppel- oder Gruppennutzung anbieten. Los geht’s aber schon bei 400 Euro.

Welche Leistungen sind für Coworker in Eurem Space inklusive?

Eigentlich alle! Wir bieten eine Kaffee-, Tee- und Wasser-Flatrate, natürlich ist die Nutzung des WLAN dabei, wie erwähnt die Nutzung der Fitness-Area sowie cooler Flächen wie den Sky-Seats mit Massagefunktion und Blick über den Hafen. Unsere „Homies“ erhalten 25 Rabatt bei unseren Interior-Partnern und sie können an ausgewählten Events wie After Work Partys teilnehmen, sobald die aktuelle Situation das wieder zulässt.

Welche (besonderen) Angebote (Sprechstunden, Yoga, Massagen, Gründer-Frühstück, etc.) können Coworker in Eurem Space erwarten?

Das Angebot ist groß! Zu unserem Team gehören ausgebildete Fitness-Coaches, bei denen auch Personal Training gebucht werden kann. Wir haben im Haus ein hochmodernes Podcast-Studio und im United Cyber Space können Gamer nicht nur ihrer Leidenschaft nachgehen, sondern auch Trainerstunden buchen. Zudem bietet sich im SQUARE Innovation Hub in Zusammenarbeit mit Microsoft die Gelegenheit, disruptive Technologien wie Robotik, VR und AR, Drohnen oder 3D-Druck kennenzulernen.

Thema Nachhaltigkeit: Spielen ökologische Gedanken in Eurer täglichen Arbeit oder in der Ausrichtung Eures Space eine besondere Rolle? Wenn ja, welche?

Wir setzen uns selbstverständlich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander und überprüfen regelmäßig, in welchen Bereichen wir uns aus ökologischer Sicht noch besser aufstellen können. Das geht von recyceltem Toilettenpapier bis zum Aufruf, nichts auszudrucken, wenn es nicht nötig ist. Da appellieren wir auch an die Selbstdisziplin unserer Mieterinnen und Mieter.

… und wie lange bleibt Euch der durchschnittliche Coworker treu?

Wir haben erst vor eineinhalb Jahren geöffnet, daher liegt der Wert nahezu bei 100 Prozent. Wer erst mal seinen Platz im Hamburger Ding gefunden hat, der zieht so schnell nicht weiter. Trotz der Corona-Pandemie und des Lockdowns hat es keine nennenswerten Kündigungen gegeben.

Wie geht es weiter mit bzw. in Eurem Coworking Space? Was passiert als Nächstes? Was steht an? Was plant Ihr in der Zukunft?

Wichtig ist, niemals stehenzubleiben. Wir sind immer daran interessiert, das Angebot auszubauen, neue Partner zu begeistern. So werden wir nach Corona wieder spannende Events anbieten, neue Formate entwickeln. Mit dem Roof-Top in der fünften Etage haben wir dafür beste Voraussetzungen. Außerdem wird unsere E-Sport-Arena, der United Cyber Space, eine tragende Rolle erhalten. Und wie gesagt, die Ding-Reihe zieht in die nächsten Städte.

Und die wichtigste Frage zum Schluss: Wie sieht es bei Euch mit Kaffee aus?

Ob Kaffee, Espresso oder Iced Coffee Latte, bei uns erhält jeder das Getränk, das sie oder er am liebsten mag. Und eines kann ich aus eigener Erfahrung versichern: Es schmeckt fantastisch.

Fotos: Home United, Hamburger Ding